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Berufskundliche Informationen, Beiträge und Gesetze

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    S&W medical Experten

    Patientenverfügungen, so lautet, kurz gefaßt, das Thema der Auftaktveranstaltung unserer Vortragsreihe "S&W-medical-Experten" am 12. November 2008. Der vollständige Titel des Vortrags:"Rechtsethische Fragen in der klinischen Entscheidungssituation. Über "Sterbebegleitung" und den Umgang mit Patientenverfügungen; Vorsorgevollmachten - als Instrumente der Vorsorge". 12.11.08 Patientenverfügung Mit diesem Titel startete am 12. November 2008 die Auftakt- Veranstaltung "S&W-medical-Experten". Die Vortragsreihe soll den Praktikern in der Berliner Gesundheitsbranche Informationen, Anregungen und zugleich die Möglichkeit eines unkomplizierten Austauschs geben. "Das soll unser Beitrag als Personaldienstleister und ein Dankeschön an unsere Partner in der Berliner Gesundheitsbranche sein", so Sabine Witt, die Leiterin von S&W-medical. Interessierte Personal-Entscheider aus der Altenpflege und dem klinischen Bereich des Berliner Gesundheitswesens sind der Einladung gefolgt. Rechtsanwältin Sylke E. Geißendörfer konnte zu dieser hochaktuellen Thematik als Referentin gewonnen werden. Die ausgewiesene Expertin mit dem Spezialgebiet Patientenverfügung erläuterte systematisch die rechtlichen Voraussetzungen und rechtsethischen Grundsätze um dann die aktuelle Diskussion in Politik, Gesundheitsbranche und der Öffentlichkeit zu beleuchten. Gesamtsicht auf veranst Frau Geißendorfer verstand es, in Ihrem Vortrag den rechtlichen Laien am Punkt "Null" abzuholen, ohne die überwiegend anwesenden Fachleute zu langweilen. Sie begrüßte grundsätzlich die aktuelle Diskussion in der Politik mit den Ärzteständen und er Öffentlichkeit. So gehen die fortschreitenden medizinisch-technischen Entwicklungen und die ständig verbesserten Möglichkeiten der lebensverlängernden Maßnahmen mit einem neuen Verständnis des Ärzteberufes einher. Das traditionell paternalistische Verständnis ist einem kooperativen Patient-Arzt-Verhältnis gewichen. Gleichzeitig bleibt es die Pflicht des Arztes, alles zu tun, Leben zu erhalten. "In jeder Behandlungssituation ist die Autonomie des Patienten zu achten und zu wahren, so Frau Geißendörfer, "Sie geht soweit, dass der Wille des Patienten Vorrang vor dem aus ärztlicher Sicht Sinnvollen hat...". Autonomie beinhaltet die Fähigkeit, selbstbestimmt zu handeln, "aber auch das Recht auf Nichtwissen". Frau Geißendörfer zeigte Verständnis für die Haltung der Ärzteschaft, den Status quo der Gesetzeslage zu erhalten, bevor eine schlechtere gesetzliche Situation eintritt. Gleichwohl sollte ihrer Meinung nach, die strafrechtliche Klärung vorangetrieben werden. Die extremen Lager lassen sich zwischen den rigorosen "Lebensschützern" und liberalen Ansichten ausmachen. Die zunehmende religiöse und kulturelle Vielfalt im Einwanderungsland Deutschland vereinfacht die Diskussion nicht. "Lebensqualität ist relativ", so Frau Geißendörfer. Meinungen dazu können sich im Laufe des Lebens ändern. Soweit der Patient noch entscheidungsfähig ist, gilt allein sein Wille. Der Vertreter des Patienten bei fehlender eigener Entscheidungsfähigkeit ist nicht automatisch ein Angehöriger, wie häufig angenommen wird. Er müßte bestellt werden, soweit keine Bevollmächtigung vorliegt. Wichtig ist auch die Klärung, wer als Vertreter ausgeschlossen wird. Frau Geißendörfer gab den anwesenden Fachleuten anschließend Tipps für die Standards in der klinischen Entscheidungssituation. Sie zeigte an Einzelbeispielen, dass die aktuelle Diskussion notwendig ist. Sie sieht die Diskussion als echte Chance, in dieser hochkomplexen Thematik eine neue Qualität zu erreichen.essenIn der anschließenden Diskussion mit den Praktikern aus den Gesundheitseinrichtungen zeigte sich, wie verantwortungsvoll bereits mit dem Thema umgegangen wird. Eine der Teilnehmerinnen berichtete aus ihren Erfahrungen, dass das Nicht-Loslassenkönnen der nächsten Angehörigen von den Mitarbeitern immer wieder großes Einfühlungsvermögen und ein hohes Maß an Professionalität zugleich verlangt. Die Teilnehmer der S&W-Medical-Expertenrunde waren sich einig darüber, dass das Thema Patientenverfügungen weiter hochinteressant bleibt. Das Angebot von Frau Geißendorfer, auch für gezielte juristische Beratung in den Einrichtungen bereit zu stehen, wurde hoch interessiert aufgenommen. S&W-medical bietet sich hierbei zur Kontaktanbahnung an.  Im Anschluß bedankte sich der Geschäftsführer von S&W Personaldienstleistungen, Arnd Schumacher, bei Frau Geißendorfer für den anregenden und interessanten Vortrag. Anschließend nutzten die Teilnehmer der Veranstaltung die Gelegenheit, bei einem Glas Wein und einem kleinen Imbiss, für das Netzwerken unter Berufskollegen. Das Fazit: Die erste Vortragsveranstaltung "S&W-Medical-Experten" war ein voller Erfolg. Für die nächste Veranstaltung wurde zum Beispiel das Thema "Freiheitsentziehende Maßnahmen" vorgeschlagen. Kontaktieren Sie uns bitte bei Interesse unter witt@job-suw.de. Das S&W-Medical-Team freut sich auf die nächste Vortragsveranstaltung. << zurück


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